AfB gGmbH – 3 Fragen an Jan Spreter, Head of CSR CE Fujitsu

Wie wichtig ist IT-Recycling für die nachhaltige Gestaltung des IT-Sektors?
Warum hat sich Fujitsu in Deutschland für AfB entscheiden, um seine gebrauchte Firmenhardware aufzubereiten?
Welche Tipps hast du für andere Unternehmen, die sich im Bereich IT nachhaltig engagieren möchten?

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Über das Unternehmen

Die AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) gGmbH ist Europas größtes gemeinnütziges IT-Unternehmen mit Hauptsitz in Ettlingen, Deutschland. Mit Abholung, Datenvernichtung, Aufarbeitung und Wiedervermarktung ausgedienter IT-Hardware schafft AfB Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung und trägt gleichzeitig dazu bei, Umweltressourcen einzusparen. An 20 Standorten in Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz und der Slowakei beschäftigt AfB 500 Mitarbeiter, davon 45 % mit Behinderung. Ziel der AfB-Gruppe ist es, europaweit 500 Menschen mit Behinderung einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz zu geben.

Das Konzept von AfB basiert auf langfristigen Partnerschaften mit mehr als 1.000 Unternehmen, Banken, Versicherungen und öffentlichen Einrichtungen. Der IT-Refurbisher übernimmt seit über 16 Jahren nicht mehr benötigte IT- und Mobilgeräte, löscht unwiderruflich die enthaltenen Daten, rüstet sie auf, installiert neue Software und verkauft sie hauptsächlich an Privatpersonen, gemeinnützige Einrichtungen und Schulen in den AfB-Shops oder über die Onlineshops Deutschland, Österreich und Slowakei. AfB-Kunden profitieren von „grünen“ Notebooks in refurbished Business-Qualität mit mindestens 12 Monaten Garantie. Durch die Aufarbeitung gebrauchter Hardware sparen wir Strom und CO2 ein und reduzieren Ressourcenabbau und vermeiden Elektroschrott. Nicht mehr vermarktbare Hardware wird unter höchsten ökologischen und ethischen Standards zerlegt und recycelt, wodurch in Europa neue Rohstoffe hergestellt werden.

Im Jahr 2020 hat AfB 472.000 gebrauchte IT-Geräte von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern bearbeitet und konnte 68 % davon wiedervermarkten und sie so einem erneuten Nutzungszyklus zuführen. Im Vergleich zur Neuproduktion hat der IT-Refurbisher gemeinsam mit seinen Partnern (z.B. Siemens, Otto, REWE) damit den Verbrauch von mehr als 300 Mio. Litern Wasser, 170.400 MWh Energie, 24.700 Tonnen Rohstoffen und den Ausstoß von 43.200 Tonnen CO2 eingespart. Treibhausgasemissionen tragen nachweislich zur Erwärmung der Erdatmosphäre bei. Indikator dafür ist das Global Warming Potential (GWP). Um eine Tonne CO2 aufzunehmen, muss eine Buche ca. 80 Jahre lang wachsen.